Woche 8 – Ölsardineninsdustrie

von Danger Dan

Wir wissen wie das läuft: Leute, die sich einfach über andere Leute hinwegsetzen – Große Fische, kleine Fische. Das scheint ein Automatismus zu sein, wie eine Fabrik, wie eine ganze Industrie. Muss ich da mitmachen? Muss ich auch die Ellenbogen ausfahren und andere klein machen, um selber einen Platz zu finden in der Schule, im Studium, im Beruf, im Freundeskreis? Ich will lieber mit anderen Menschen kooperieren, oder einfach in Ruhe etwas machen, was mir Spaß macht und gut tut. Aber es landen so häufig diejenigen obenauf, die einfach direkt zuschnappen, wenn es sich für sie lohnt und keine Rücksicht nehmen.

Danger Dan beschreibt die Situation junger Menschen, wenn sie sich wieder fragen müssen: Komme ich da irgendwie dran vorbei? In sozialer Hinsicht: Kann ich irgendwo ein Plätzchen für mich finden, wo ich mich entfalten kann, oder werde ich durch Konkurrenzdruck in dasselbe Verhalten getrieben, das ich nicht ausstehen kann? Und bezogen auf das Leben in dieser Welt: Darf ich mich mit dem beschäftigen, was mir gefällt und mich interessiert, oder werde ich immer wieder zur Auseinandersetzung mit den Ungerechtigkeiten der Welt gezwungen, die mich moralisch herausfordern?

Ich wäre auch lieber Musiker oder Entertainer geworden, aber jetzt geht zufällig die Welt unter. Was soll man machen?

Ich bin halt auch nur ein Goldfisch,

aber wenn ich etwas Geld verdiene,

kaufe ich mir mit dem ersten Gehalt

ein paar eingelegte Ölsardinen.

Danger Dan