“Guten Tag! Hoffentlich stören wir!”

Genau heute vor 40 Jahren wurde in Stade die Vorgängerliste gegründet, aus der wenige Jahre später der Grüne Ortsverband Stade hervorgehen sollte.

Die “Alternativen Stade” waren anfangs eine Initiative gegen die in Stade geplante Stadthalle. Schnell wurde es ein Zusammenschluss von Menschen mit unterschiedlichster politischer Herkunft und Zielen, unter anderem von Aktivist*innen von „Rettet die Elbe“ und der Evangelischen Jugend, Mitgliedern des KB und KBW (Kommunistischer Bund und Kommunistischer Bund Westdeutschland), Atomkraftgegner*innen sowie einzelnen Mitgliedern der SPD, der Grünen und der DKP (Deutsche Kommunistische Partei).

Sehr zügig wurde ein kommunales Wahlprogramm erarbeitet, das gerade heute wirklich einen Blick wert ist! Viele Grüne Themen des diesjährigen Wahlkampfes, wie die Ablehnung des Autobahnbaus und die Forderung von besserer öffentlicher Verkehrsstruktur, finden sich schon in diesem Programm. Aber auch die klare Absage an die Kernenergie und die Forderung für den Ausbau erneuerbarer Energien und einige interessante Grundeinsichten in die Sozialpolitik, Altersversorgung, sowie Industrie- und Arbeitsmarktpolitik.

Interessanter Fun Fact für mich: Von Beginn an mit dabei war offenbar ein gewisser Ralph Gemkow aus Stade. Wie viele von euch bereits wissen, bin ich in der Evangelischen Jugend groß geworden und stark durch die Kinder- und Jugendfreizeiten geprägt, die meine Eltern als Diakon*innen in Stade seit über 30 Jahren leiten. Eine besondere Rolle spielt dabei das Zeltlager in Ratzeburg (früher in Plön), das mein Vater als junger Diakon von ebendiesen Gemkows übernommen hat. So schließt sich der Kreis – Stade ist klein.

Wenn ihr mehr wissen wollt, gibt es auf der Seite des Ortsverbandes einen Beitrag von Ulrich Hemke, einem der Mitgründer. Einige weitere Erinnerungsstücke, wie z.B. das Beitragsbild, zeigt Siegfried Kopf, der 1983 als Mitglied der AS Bundestagskandidat für die Grünen war, auf seiner privaten Webseite.

Schöne Grüße,
Claas