Besuch auf Milchviehbetrieb in Glinstedt

Gemeinsam mit dem Ortsverband Gnarrenburg war ich heute auf dem Hof von Frederik Schröder in Glinstedt zu Gast. Bei der Besichtigung dieses modernen Betriebes konnten wir über die Chancen und vor allem Probleme der Landwirte ins Gespräch kommen. Tierschutz, Moorstandorte, Vermarktung und die unzuverlässige Förderung durch die EU waren Thema.

Die ehrliche Rückmeldung im Gespräch während des Rundgangs und danach bei der Kaffeetafel im Kälberstall waren sehr wertvoll für mich. Danke an alle beteiligten Landwirte für die Offenheit und besonders an die Familie Schröder für die Gastfreundschaft!

Mein Fazit nach dem Besuch:

Wenn wir Tierprodukte konsumieren wollen, muss die Produktion dem Klimaschutz, dem Artenschutz und dem Tierschutz genügen. Das hat einen Preis und den müssen wir zahlen. Das Geld muss aber auch bei den produzierenden Betrieben ankommen!

Zu den politisch notwendigen Veränderungen der Landwirtschaft (z.B. Moorschutz) muss es jeweils funktionierende Geschäftsmodelle geben, welche die Existenzen vor Ort tragen können. Die Naturgesetze ändern wir nicht, den Markt schon. Unsere Gesetze dürfen nicht dazu führen, dass noch mehr kleine und mittlere Betriebe aufgeben!

Die Mittel der EU-Förderung sollten nicht pauschal nach Fläche ausgeschüttet werden, sondern zuverlässig an konkrete Maßnahmen gebunden sein, mit denen Landwirte sich vor Ort auf den Weg machen.

Der Wandel in der Landwirtschaft ist notwendig, aber er braucht Zeit. Investitionsentscheidungen werden nicht selten für eine ganze Generation getroffen. Wir müssen zügig verlässliche Lösungen anbieten – der Wille ist vor Ort allemal da!